Gedichte von hl (Heidi Lachnitt)
zum Beginn
Die Elfe tritt ans Tageslicht
nicht mehr ganz so schüchtern
- sie glaubt, man sieht sie nicht
surft im Internet,
verbreitet ihre Gedichte
und verrät so manchem Leser
ihre Geschichte
Ihr Lieben, nehmt's der Elfe nicht übel
lest was Euch gefällt
und werft den Rest in den Kübel
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1965-1999
Elfenlied
sie singt ganz leise ihre Elfenlieder
sie tanzt auf Elfenfüßen ihren Elfentanz
sie träumt zarte Elfenträume und
ihre goldenen Elfenlocken wehen leise im Wind
niemand sieht die kleine Elfe
niemand hört sie
Elfen sind unsichtbar
während ihre große energische Menschengestalt
den Alltag bewältigt, optimistisch, realistisch und stark,
Hilfe, Zuversicht und Stärke ausstrahlt
und Verantwortung trägt - für jedermann
niemand sieht die kleine Elfe
niemand hört sie
Elfen sind unsichtbar
und so sucht die kleine Elfe vergeblich
einen Menschen
der sie sieht
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Nachtgedanken
Die schönste Zeit in meinem heute:
wenn die geballten Tagesfäuste
sich verwandeln
in warme zärtliche Nachthände,
streichelnd Deine Wärme fühlen,
wenn unsere Zweisamkeit
sich wie eine warme Kuppel
über uns senkt
und die Welt
aussperrt.
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Manchmal..
Du fehlst mir
obwohl Du nie Teil von mir warst
nur in meine Träume
habe ich Dich hineingenommen
Dein Lächeln
Deine Stimme
es gab Momente der Übereinstimmung
seltsam, nicht greifbar
Du fehlst mir
manchmal dachte ich...
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Suche
Es gibt einen leeren Platz in meinem Herzen
den niemand je hat ausgefüllt.
Ein blinder Fleck auf meiner Seele
schmerzt -
ich weiß nicht welche Art von Schmerz das ist.
meine Gedanken laufen Marathon -
kein Ziel in Sicht.
Ich wünsche mir - Nähe
doch bei dem Gedanken verletzt zu werden
schweige ich
Es gibt einen leeren Platz in meinem Herzen ...
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Augenblicke
wenn unsere Augen sich vermählen
tief ineinander versunken
schweigen unsere Lippen
wenn unsere Augen sich vermählen
tief ineinander versunken
steht die Welt still
wenn unsere Augen sich vermählen
tief ineinander versunken
möchte ich Dir sagen .....
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Himmel blau
Sonne gelb
wärmt die Welt
Wolken grau
Regen blau
tränkt die Welt
Sonne rot
Herz voll Glut
liebt die Welt
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2000
Elfenlied II
Was scheren mich die Menschenjahr'
unsterblich bin ich, die Elfe
konnte als Kind schon fliegen
und werde den Tod verträumen
liebe die Weite, die Freiheit
bin der Vogel in den Bäumen
Doch eines solltest Du nicht vergessen:
Elfen sind unsichtbar
Du kannst sie nicht anfassen, nicht berühren
nur ihre Lieder kannst Du lesen oder hören
Was Du siehst ist nur die Menschengestalt
und die wird sicher auch mal alt
der Mensch ist gefangen im Alltag
gebunden in festen Räumen
nur die Elfe kann fliegen - komm, flieg mit mir
und lass' uns gemeinsam träumen
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Wenn der Wind sich dreht
Der Wind weht heute
geraden Weges von Dir zu mir
ich lausche in die Stille
und höre Dich
Die kleine weiße Wolke
hat Dein Gesicht gesehen
und spiegelt es
zu mir
Wenn der Wind sich dreht
und weht von mir zu Dir
halt ein und lausche
meinem Lied
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Eden
weißt Du wo das Paradies ist?
weit dort oben in dem Blau und Gold
unsere Seelen treiben im unendlichen Raum
gewärmt von der Sonne goldenen Glanz
leicht wie eine Feder
schweben wir
ohne Gedanken
nur voller Liebe und Dankbarkeit
sein zu dürfen
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Herbstmorgen
Die bunt gefärbten Bäume
kuscheln sich tief
in weiche graue Nebelbetten
Die Tränen der Nacht
glänzen wie Silberperlen
Stille herrscht und Ruhe
- sei nur fein leise
weck sie nicht auf
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Elfenlied IV
tanz Elfe, tanz auf den Straßen
sing deine Lieder wirf
den Kopf in den Nacken
lass die Locken fliegen
und tanz, tanz, tanz
lieb' Elfe, lieb' auf den Straßen
sing deine Lieder
verkauf dein Liebe
zum Selbstkostenpreis
und tanz, tanz, tanz
lach' Elfe, lach' auf den Straßen
sing deine Lieder
vergiss deine Tränen
sie sind zu heiss
und tanz, tanz, tanz
stirb Elfe, stirb auf den Straßen
sing deine Todeslieder
vorbei dein Leben
geh mit dem Freund
und tanz, tanz, tanz in den Tod
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Ein neuer Tag
Der Himmel
hat sein schwarzes Tuch abgelegt,
den blauen Morgenmantel angezogen,
er blinzelt und
reibt sich die Sterne aus den Augen.
Die Sonne wärmt den Morgencafé,
ein neuer Tag beginnt:
ein neues Lied!
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die letzten Farben des Herbstes
ich lasse meinen Blick
in Wolkengebirgen spazierengehen
- den Wind in meinem Haar
sehe dunkle Stämme wie Gitterstäbe
in der Mitte des Käfigs stehen
- die Spitzen gelb getönt
will Farben mit den Augen trinken
grüngelb, rotgold und braun und blau
- der Becher neigt sich bald
und rotglänzenden Lack
im dunkelgrünen Moose finden
- zum letzten Mal.
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Zeit...
Die Gänseblümchen blühen noch
es bleibt noch ein wenig Zeit
Die Drosseln picken die blauen
Trauben aus meinem Spalier
Die Magnolie setzt Pelzmäntel
auf ihre Knospen und - Oktober
steht wieder vor der Tür,
aber...
die Gänseblümchen blühen noch
es bleibt noch ein wenig Zeit
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herbstnacht
die Nacht ist heute tiefblau
nicht schwarz, nicht grau
auf den Gehwegen goldenes Rascheln
die Luft ist wie Quellwasser
kühl und rein
ich atme tief, ich atme dich ein
- herbstnacht
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Die Wolken weinen an einem andren Ort
ein Stern zwinkert
dir vom dunklen Nachthimmel zu
er leuchtet und strahlt
als wolle er die Sonne übertreffen
ein Sonnenstrahl
trifft mich genau ins Herz
er wärmt, er leuchtet
als wolle er mich verglühn
die Wolken treiben
aus Ehrfurcht vor diesem Leuchten
an Stern und Sonne vorbei
sie weinen an einem andren Ort
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Sternenglück
zärtliche Weise
hell und leise
- hör ich Dein Liebeslied im Traum
fern von der Welt
dicht am Himmelszelt
- glüht mein Herz im Sternenglück
Sonne erwacht
eh ich's gedacht
- zärtliche Weise hör ich ganz leise...
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verschrieben
ich lache in den Wind
und dunkle Wolken fliegen
erschreckt davon
ich schreie in den Sturm
und die gepeitschten Bäume
biegen sich vor Lachen
ich weine in der Nacht
und die Tränenperlen werden
zu Steinen
ich läch'le am Morgen
und die 'verschriebenen' Sorgen
lösen sich auf.....
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Kein Wiegenlied !
Schweige, mein Herz
und ruhet, Augen,
Gedanken schlaft,
es ist Nacht.
Am Himmel ziehn Wolken,
Reif auf den Bäumen,
Kälte und Furcht,
es ist Nacht.
Altes und Neues
mischt sich im Grauen,
du zitterst im Schauen,
es ist Nacht.
Wache mein Herz,
seid wachsam Augen,
werdet Stimme, Gedanken,
es ist Nacht!
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Sonne an Stern
Ich träum von dir
in dunklen Nächten
wenn nur ein Stern am Himmel steht
Der halbe Mond
hat sich versteckt
um die dunkle Wolke zu liebkosen
Warte auf den Tag wenn
Mond und Wolke weinen
weil Stern und Sonne sich lieben
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hotelzimmer
ich liebe hotelzimmer die,
ohne anspruch an mich, mir
alles bieten was ich brauche
ein schreibtisch mit modemanschluß
bett, schrank und ein bad
das frühstück und abendessen
morgens frische Handtücher
der drink in der bar
niemand stört mich, niemand fragt mich
niemand ist da
ich liebe hotelzimmer die,
ohne mich zu lesen, mich
schreiben lassen
notwendigkeiten wie einsamkeit
und schmerz, alles im preis
inbegriffen und das telefon schweigt.
(wenn ich einmal sterben muss soll es
in einem hotelzimmer sein)
niemand stört mich, niemand fragt mich
niemand ist da
....warum bloß stört mich das?
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gedankensplitter
durch den regen laufen
fremdes pflaster lernen
füsse allein
gedanken schweifen lassen
zukunft ausprobieren
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grüne Blätter
Buschrosen im Winter
strecken sich der Sonne entgegen
leicht bereift vom Morgenfrost
rosa Blüten im Winter
die Blätter immer noch grün!
Vereistes Geäst zittert im Winterwind
Bambusgras raschelt leise
im gefrorenen Teich erstarrt:
gelbe Blätter des Herbstes
Wehmut geht auf die Reise
Buschrosen im Winter
träumen vom Frühling und Licht
von Wärme und Vogelgezwitscher
... rosa Blüten im Winter
die Blätter immer noch grün!
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2001
Freude
Ich sing dir ein Lied
von Liebe und Freud'
und werde beides
nimmermehr leid
Das Leben ist Liebe
und Lieben ist Freud'
wenn sich's dann
auch noch reimt
hat's mich gefreut!
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Liebeslied
schön will ich sein, mein Geliebter
wie die Sonne am Tag
wie der Stern in der Nacht
strahlen für dich
singen will ich, mein Geliebter
Liebeslieder, süß
wie der Nachtigall Lied
zärtlich für dich
stark will ich sein, mein Geliebter
das Dunkel wandeln
in helles Licht
halten nur dich
schwach will ich sein, mein Geliebter
in deinen Armen
vergehen im Glück
lieben nur dich
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Achterbahn
Wer will noch mal, wer hat noch nicht?
(bridge over troubled water)
mein Herz ist eine Achterbahn
fährt runter ins Tal und kommt oben an
dort unten herrscht das Dunkle
und oben das Licht
ich schreib' oben und unten
- ein Jahrmarktsgedicht!
ich schreibe in mein Book hinein
Gedichte, Gefühle, alles sehr fein
man kann sie hier lesen
mich selbst aber nicht
(ich bin's nicht gewesen)
- war nur ein Gedicht!
mein Herz ist eine Achterbahn
gerade tief unten, kommt nie oben an
im Dunkeln ist gut munkeln
und oben das Gericht!
ein Lied von Garfunkel
- ist mein Gedicht!
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lCH LEBE
Lebens Sicht
ich bin Ich
nicht Du
Leben ist Liebe
manchmal
Leben ist wachsen
Sein
Leben lebt
vegetiert
fragt nach dem Sinn
woher wohin
mein Ich ist nicht deines
du prägst
ich lasse mich prägen
ich bin ich
Tod beginnt mit Geburt
dazwischen liegt das Leben
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geträumt...
ich denk mir eine Welt
mit sanften Hügeln, grünen Wiesen
mit kleinen Holzhütten im großen Garten
mit kleinen Kindern, die Blumen gießen
die in der Sonne auf Regen warten
sie tun was ihnen gefällt
ich denk mir eine Welt
mit gelbem Sand am blauen Meer
mit bunten Fischen und weißen Muscheln
die Kinder kommen zum Spielen her
sie liegen im warmen Sand und kuscheln
sie spielen wie's ihnen gefällt
ich denk mir eine Welt
mit einem grünen kühlen Wald
mit kleinen Vöglein in buntem Kleid
der Kinder Gesang durch die Bäume hallt
keines von ihnen kennt das Wort Leid
sie singen was ihnen gefällt
ich denk mir eine Welt
auf der es nur Kinder gibt
in allen Farben und alle sind klein
keines von ihnen kennt das Wort Krieg
keines will je erwachsen sein
sie bleiben wie's ihnen gefällt
ich denk mir eine Welt
mit Hügeln, mit Gärten, mit Blumen und Bäumen
mit Wald, mit Meer, mit Vögeln und Wiese
mit kleinen und großen Menschen, die träumen
von Freude, von Liebe und vom Paradiese
sie leben wie's Gott gefällt
Copyright(c) Heidi Lachnitt (hl)